Wer zu spät kommt…

Die Grünen drängen auf den Verkauf weiterer von der Stadt gehaltener RWE-Aktienpakete.

„Die momentane Situation des Unternehmens gibt keinerlei Anlass, mittel- und langfristig an den Anteilen festzuhalten“, so Fraktionssprecher Tim Giesbert. Wer immer noch auf fossile Brennstoffe wie Braunkohle setze, habe seine Zukunft längst hinter sich. Stures Festhalten wie an Rodungen im Hambacher Wald habe das RWE-Image weiter beschädigt. Die sinkenden Aktienkurse seien ein Beleg dafür, mögliche Dividendenausschüttungen extrem gefährdet.
Giesbert: „Mülheim darf nicht erneut den Zeitpunkt zum Absprung verpassen.“ Die Stadt habe durch Festhalten an den Aktien bei sinkenden Kursen ohnehin schon ein riesiges Vermögen eingebüßt. Gleiches gelte für die zu spät erfolgte Abwertung der Wertpapiere mit Folge der Nichtberücksichtigung im den ersten beiden Stufen des NRW-Stärkungspaktes.
Bedingungslose Treue zu RWE wirft Giesberts Stellvertreterin Dr. Franziska Krumwiede-Steiner Kämmerer Frank Mendack vor. Er hatte auf ihre Anfrage in der letzten Ratssitzung ein Abstoßen der Aktien kategorisch ausgeschlossen. Die Ratsfrau: „Das ist uns zu dogmatisch. Der Zeitpunkt, an dem die Dividenden zu stark sinken, um Schuldzinsen noch ausgleichen zu können, wird eher früher denn später kommen. Deshalb heißt es, präventiv zu handeln.“

Tim Giesbert / Dr. Franziska Krumwiede-Steiner

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