MALZ gefährdet

Sorgen machen sich die Grünen um die Weiterexistenz des Mülheimer Arbeitslosenzentrums (MALZ). Anlass der Befürchtungen sind Überlegungen des Landesarbeitsministers Karl-Josef Laumann, die Landesförderung für Arbeitslosenzentren und –beratungsstellen ab 2021 einzustellen. Es geht um Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), die die Landesregierung nach eigenem Gusto weitergeben kann.

„Auf eine diesbezügliche Anfrage der Grünen im Landtag kam die Antwort, dass der Minister darüber noch keine endgültige Entscheidung getroffen habe“, berichtet Ratsherr Justin Fonkeu. Im Ausschuss sei Laumann weiteren Nachfragen ausgewichen. Weil er aber die Förderung bereits 2008 in seiner ersten Amtszeit beschnitten habe, werde ihm dies erneut zugetraut.

„Das MALZ als Zusatzangebot zur offiziellen Arbeitsvermittlung und -beratung durch Arbeits- und Sozialagentur ist in Mülheim unersetzlich“, stellt Fraktionsmitglied Edgar Simon klar. Es biete niederschwellig mannigfaltige Hilfen für Betroffene insbesondere auch im psychosozialen Bereich an. Ein Wegfall würde vielen die Perspektive nehmen. Er appelliere deshalb an die örtliche CDU und deren Arbeitnehmerflügel, ihren Einfluss auf den Minister geltend zu machen.

Simon: „Es lohnt sich, um das MALZ zu kämpfen. Minister Laumann sollte wissen, was er tut.“

Edgar Simon / Justin Fonkeu

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