Digitale Endgeräte anschaffen: Schnellstmöglich, wirtschaftlich vernünftig und direkt einsetzbar

Verwundert zeigen wir uns mit der CDU über die Diskussion im gestrigen Bildungsausschuss über die Anschaffung digitaler Endgeräte, insbesondere über die Stellungnahmen der SPD.

„Bereits seit Mitte der 2000er Jahre fordern wir eine bessere digitale Ausstattung an unseren Schulen. Natürlich sollen diejenigen Schulen, die ihr Medienkonzept komplett auf APPLE Geräte ausgerichtet haben, mit kompatibler Hard- und Software ausgestattet werden. Das hätte aber bereits unter dem SPD-geführten Bildungsdezernat passieren können und sogar müssen. Dieses Kind ist bereits vor der Pandemie in den berühmten Brunnen gefallen“, so unsere bildungspolitische Sprecherin, Dr. Farina Nagel, und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Dr. Franziska Krumwiede-Steiner.

Jetzt ist es nach Ansicht der beiden Fraktionen das Gebot der Stunde, die Kinder und Jugendlichen, die sich kein eigenes Gerät leisten können, schnellstmöglich auszustatten. „Dies ist auch die Aufforderung des Landes, nicht mehr und nicht weniger. Somit müssen wir die Anschaffung der ca. 5000 Endgeräte schnellstmöglich, aber auch wirtschaftlich vernünftig auf den Weg bringen“, ergänzt Heiko Hendriks, der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion.

„Ein einheitliches Bild digitaler Endgeräte an den Schulen ist reine Theorie, da es über einen längeren Zeitraum ohnehin zu einer Mischung seitens von den Kommunen gestellten sowie privat angeschafften Geräten kommen wird und niemand den Eltern und Schülern vorschreiben kann, welches Gerät sie zu welchem Preis anschaffen. Zudem greift schon jetzt ein Teil der Schüler auf die bereits in den Familien vorhandenen Endgeräte (markenunabhängig) zurück,“ so Farina Nagel und Heiko Hendriks ergänzend.

Seit Corona geht es darum, Distanzunterricht im Quarantänefall oder falls es zu einem erneuten Lockdown kommt, umzusetzen. Es geht bei der Anschaffung der Geräte jetzt nicht darum, dass alle Schüler ein Gerät erhalten, um damit im Präsenzunterricht zu arbeiten. Wir sprechen hier viel mehr von einer Art Corona-Soforthilfe für pandemiebedingtes „Distance Learning“.

Entscheidend sei es aus Sicht von CDU und uns somit, dass auf den Endgeräten alle notwendigen Apps funktionieren. Somit können im Grundsatz alle Geräte unabhängig vom Hersteller, die entsprechend kompatibel sind, im Unterricht eingesetzt werden. Hauptsache ist, dass man mit den Schülern in Kontakt und der Unterricht gewährleistet bleibt. Bei dem Einsatz von digitalen Endgeräten muss schließlich stets der schulische Nutzen und der damit verbundene Lerneffekt im Fokus bleiben.

„In diesem Sinn unterstützen wir die Verwaltung und den Oberbürgermeister in ihrem Ansinnen, in der rechtlich notwendigen europaweiten Ausschreibung, den Fokus auf die notwendigen Eigenschaften der Endgeräte zu legen und nicht auf die Marke. Entscheidend ist, dass die Geräte direkt einsetzbar sind, kurzfristig geliefert werden können und deren Anschaffung wirtschaftlich darstellbar ist“, so Franziska Krumwiede-Steiner, Farina Nagel und Heiko Hendriks.

Franziska Krumwiede-Steiner abschließend: „Dass die SPD Apple das Monopol auf ‚Distance Learning’ verleiht, ist nicht nachvollziehbar. Die SPD sollte sich einer Lösung für Schüler mit einem geringeren privaten Budget nicht verschließen“.

Franziska Krumwiede-Steiner / Farina Nagel

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