Zu viel Frust an Baustellen für Radfahrende und Fußgehende

Unsere Fraktion sieht mit der CDU-Fraktion einen Schwerpunkt ihrer gemeinsamen Arbeit im Mobilitätsausschuss in der Verbesserung der Situation des Radverkehrs. Schon in der November-Sitzung hatten wir die Erarbeitung eines Konzeptes beantragt, um den Radweg auf der Kaiserstraße bis in die Innenstadt zu verlängern. In der kommenden Sitzung steht nun das Thema Baustellenmanagement auf der Agenda. Wie die zahlreichen Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern belegen, ist dieses nach wie vor verbesserungswürdig.

In dem alle zwei Jahre bundesweit durchgeführten Fahrradklimatest des ADFC wurde die Führung des Radverkehrs an Baustellen in Mülheim zwischen 2012 und 2018 fallend mit den Noten 4,8 bis 5,2 bewertet. „Da nicht zu erwarten ist, dass sich die Bewertung im letzten Jahr deutlich verbessert hat“, vermutet unser grüner verkehrspolitische Sprecher, Axel Hercher, „wollen wir im Vorgriff auf die für März angekündigte Veröffentlichung der Daten aus 2020 die Verwaltung darlegen lassen, auf welche Weise und auf welcher Grundlage sie bei Baustellen den Verkehr leitet und wie sie mit den Beschwerden aus der Bevölkerung umgeht.“ Ferner soll die Verwaltung Vorschläge zur Verbesserung des Baustellenmanagements unterbreiten und Auskunft über die Unfallzahlen an Baustellen geben.

Ziel der gemeinsamen Initiative ist eine sichere Führung von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen im Bereich von Baustellen. „Bisher wurden sie oftmals durch fehlende oder unzureichende Beschilderung ihrem Schicksal überlassen“, bedauert Dr. Siegfried Rauhut, verkehrspolitischer Sprecher der CDU. Fotografisch dokumentierte Beispiele aus dem letzten Jahr zeigen dies leider deutlich.

Axel Hercher / Dr. Siegfried Rauhut

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