Fridays for Future: Mülheimer GRÜNE kritisieren Repressionen gegen Schüler*innen

Im Zuge der regelmäßigen Proteste für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Klimapolitik beklagen die Grünen die zunehmenden Sanktionen gegenüber Schülerinnen und Schülern: „Hier werden Schulpflicht und Versammlungsfreiheit gegeneinander ausgespielt und ein Druck auf die Aktivistinnen und Aktivisten aufgebaut, weil einem die inhaltliche Positionierung der Proteste nicht passen“, kritisiert der grüne Kreisverbandssprecher Fabian Jaskolla Kultusministerin Gebauer. Auch Lehrerinnen und Lehrer, die den Demonstrationen wohlgesonnen sind, werden unter Druck gesetzt die Abwesenheit der Schülerinnen und Schüler zu sanktionieren. „Durch diese Sanktionen sollen Schülerinnen und Schüler von ihrem Recht auf Meinungsäußerung im Rahmen von Protesten abgehalten werden“, ärgert sich Grünensprecherin Kathrin Rose. „Politische Bildung geschieht nicht nur im Klassenzimmer, sondern lebt viel eher vom unmittelbaren Lebensweltbezug. Das Ziel der staatsbürgerlichen Mündigkeit wird doch gerade durch Proteste und aktive Partizipation befördert“, so Jaskolla. Angesichts der zunehmenden Sanktionen sehen die Mülheimer Grünen vor allem in der gegenseitigen Solidarität der Schülerinnen und Schüler einen Erfolgsgaranten. „Dass Schulleitungen dazu übergehen ganze Klassen und Kurse zu verwarnen oder gar von der Schule zu verweisen, halte ich für höchst unwahrscheinlich“, meint Rose. Mit Blick auf weitere Proteste stellen sich die Mülheimer Grünen auf die Seite der demonstrierenden Schülerinnen und Schüler und loben das bisherige Engagement als starkes Zeichen für die Demokratie.

Verwandte Artikel