Mobile Sparkasse?

Als höchst unglücklich bezeichnen die Grünen in den Bezirksvertretungen die geplanten Schließungen von Sparkassen-Filialen in Broich und Eppinghofen.

„Bei allem Verständnis für wirtschaftliche Erfordernisse der Sparkasse ist das für beide Stadtteile und ihre Bürger eine schlechte Nachricht“, erklärt Edgar Simon. Der Bezirksvertreter in Rechtsruhr-Süd sieht darin einen Verlust von Lebensqualität in den Wohnquartieren. Gerade die zusehends älter werdende und nicht immer digital-kundige Bevölkerung benötige wohnnahe Anlaufpunkte.

Sein Amtskollege Carsten Voß aus Linksruhr: „Die Sparkasse muss sich fragen, ob sie mit der Schließung von Filialen in den Stadtteilen nicht die Erreichbarkeit als Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Banken verliert.“ Der Schuss könne deshalb nach hinten losgehen. Geldautomaten seien kein Ersatz für persönliche Beratung und vertraute Gesichter. Negative Reaktionen auf die Filialschließung in Dümpten sprächen Bände.

Sollte es keine Alternative zur Schließung geben, regen die beiden Bezirkspolitiker an, über eine mobile Filiale zu bestimmten Zeiten ein oder zweimal pro Woche nachzudenken. Das sei gerade für ältere Leute ein Stück Zuverlässigkeit. Auch die Polizei setze mittlerweile mobile Wachen ein.

Edgar Simon / Carsten Voß

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