Durchblick für Retter

Die Grünen drängen per Antrag an den Mobilitätsausschuss auf Anbringung von Standort-Hinweisschildern längs überregionaler Radwege im Stadtgebiet. Sie sollen im Abstand von jeweils etwa 500 Metern den Rettungsdiensten im Notfall Hinweise auf den genauen Standort des Hilfsbedürftigen geben. Die Grünen denken dabei an den Radschnellweg RS 1, den Ruhrtal-, Emscherpark- sowie MüGa-Radweg.

„Eine genaue Standortbeschreibung kann im Ernstfall Leben retten. Dabei geht es um Minuten“, erklärt ihr verkehrspolitischer Sprecher Axel Hercher. Helfer könnten so Hilfesuchende ohne langwierige Suche erreichen.

Eingehende Notrufe aus den Mobilfunknetzen in die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei, stellt Hercher klar, könne man nur schwerlich unter Zeitdruck bestimmten Orten zuweisen.

Vorbild sei das Standortinfosystem RuSIS, das auf nicht-kommerzielle private Initiative längs der Ruhr installiert wurde. Es handele sich dabei um Schilder mit einer vier- oder fünfstelligen Nummer. Das System sei bereits auf mehreren Rad- und Wanderwegen im südlichen Ruhrgebiet sowie in der Eifel erprobt.

Hercher:„Jeder Tote oder Schwergeschädigte ist einer zu viel. Dies zu vermeiden sollte uns der Aufwand wert sein.“

Axel Hercher

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