Hilfe statt Tortur

Unterstützung im Kampf für den Erhalt eines eigenständigen Kindernotdienstes in Mülheim erhalten Ärzte und Kinder von den Grünen.

„Außerhalb gängiger Praxenzeiten muss eine wohnortnahe Behandlung von Kindern gewährleistet sein“, fordert Dr. Franziska Krumwiede-Steiner, kinderpolitische Sprecherin der Fraktion. Die nach einer Fusion mit Oberhausen erforderlichen Anfahrtswege bis zum dortigen Evangelischen Krankenhaus seien schon für Eltern aus dem Stadtsüden oder entlegenen Wohnquartieren mit PKW viel zu weit. Für jene, die nicht motorisiert seien, stellten Fahrtzeiten mit dem ÖPNV von an Sonntagabenden knapp einer Stunde aus Saarn-Süd oder bis zu eineinhalb Stunden aus Menden mehr Hindernis denn Hilfe dar.

Die Ratsfrau: „Wer mit einem quengelnden Kind möglicherweise mit Geschwistern über zwei Stunden An- und Abfahrt nebst langen Wartezeiten im Krankenhaus in Kauf nehmen muss, kann zu Recht von Tortur sprechen.“ Für ein Taxi reiche es bei vielen auch nicht. So müsse man sich nicht wundern, wenn letztlich angesichts dessen der Notruf 112 angefordert würde.

Als sinnvoll erachtet Krumwiede-Steiner das Bestreben der Mülheimer Kinderärzte, den Notdienst in der Stadt im St. Marien-Hospital zusammenzuführen. Das schaffe eine höhere Verlässlichkeit.

Dr. Franziska Krumwiede-Steiner

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