Grüne rügen „Beschaffung von vorgestern“

Erstaunt und verärgert sind wir über die Nachricht, dass die Ruhrbahn 50 Dieselbusse anschafft.

Tragisch sei, dass mit ihnen nun erneut eine „Technik von vorgestern“ zum Zuge komme. Fraktionssprecher Tim Giesbert: „Dies, obwohl die Notwendigkeit zum Umsteuern schon seit Jahrzehnten bekannt ist. Dass wir in Mülheim und Essen immer noch keine Infrastruktur für Wasserstoff oder Elektro haben, ist direkte Folge mangelnder Innovationsbereitschaft vergangener Jahre bei der Ruhrbahn.“ Dies führe zu Sachzwängen, die anno 2020 absurd seien.

Zudem sei zu überlegen, ob nicht teils kleinere Busse angeschafft werden könnten, die eine höhere Flexibilität etwa auch auf fahrgastärmeren Strecken oder in nachfragearmen Zeiten ermöglichen würden.

Dazu der designierte OB-Kandidat Wilhelm Steitz: „Es ist leider nicht das erste Mal, dass Entscheidungen weitreichender Art in nichtöffentlichen Zirkeln ohne jeden Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Ratsgremien getroffenen werden. Offensichtlich scheuten die Mitglieder des Aufsichtsrates der Ruhrbahn die Auseinandersetzung mit der klimabewussten Öffentlichkeit. In Essen erfolgte der Beschluss nicht-öffentlich. In Mülheim gab es keinerlei Information für die Mitglieder des Rates. Ziel grüner Kommunalpolitik ist es, alle Themenbereiche mit der Bürgerschaft zu beraten und die Hinterzimmerpolitik zu beenden.“

Wilhelm Steitz / Tim Giesbert

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