Warten auf den Naturschutzbeirat

Die Grünen werden das Votum des Beirates für Naturschutz und Landschaftspflege in Sachen Baumfällungen an der Leineweberstraße respektieren. Die Fraktion macht davon ihr künftiges Abstimmungsverhalten abhängig. Der Beirat soll bereits am 3. Mai eine Stellungnahme abgeben.

„Die geplante Ausdünnung des Baumbestandes“, erklärt Hermann Stollen, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, „würde den übrigbleibenden Bäumen mehr Licht und Raum geben, um zu großen und starken Alleebäumen heranzuwachsen. Andererseits“, so der gelernte Landschaftsgärtner, „bräuchte das aber seine Zeit und würde den Alleecharakter der Leineweberstraße erst einmal auf Jahre hinaus beeinträchtigen.“ In diesem Zwiespalt vertraue die Fraktion auf die Fachkompetenz der Beiratsmitglieder. Es sei gut, dass der Vorsitzende Dr. Peter Keil auf Befassung des Gremiums mit der Problematik gedrängt habe. Das sei hilfreich für die Politik.
Gleich wie die Entscheidung laute, möchte die Fraktion auf andere Bestandteile des Sanierungskonzeptes rund um Leineweberstraße und Kaiserplatz nicht verzichten. Dies gilt besonders für die an Kaiserplatz und Dickswall geplanten Ersatzpflanzungen. Fraktionssprecher Tim Giesbert: „Wenn daraus bei möglichem Verzicht auf die Fällungen in der Leineweberstraße Neupflanzungen werden sollten, würde uns das sehr freuen.“

Hermann Stollen / Tim Giesbert

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