Schmiererei statt Kunst-Graffiti

Fassungslos zeigt sich Britta Stalleicken, Sprecherin der Grünen im Bezirk Rechtsruhr-Süd, über die Zerstörung eines künstlerischen Graffitis an den Bahnsteigen des Hauptbahnhofs durch Schmiererei.

Dort hatte Ende Juni ein Graffiti-Künstler auf Veranlassung der Deutschen Bahn ein großflächiges fliegendes Rotkehlchen auf die Wand gesprayt, das ein Banner mit der Aufschrift „Mülheim an der Ruhr“ hinter sich her zog. Nun prangt dort stattdessen in blutroter Farbe ein Schriftzug.
„Was in den Köpfen solcher Schmierfinken vorgeht“, empört sich Britta Stalleicken, „bleibt mir wie den allermeisten Menschen verschlossen“. Gerade angesichts der ansonsten noch immer tristen Situation auf den Bahnsteig-Baustellen sei das Kunstwerk ein farbenfroher, attraktiver Hingucker und Gruß für Durchreisende gewesen. Nun hätten jene, die sich offensichtlich an Zerstörung erfreuten, diese gute Idee zunichte gemacht.
Selbst der Ehrenkodex der Sprayergilde, der das Übersprayen von Graffiti-Kunstwerken verbiete, sei den Tätern nicht heilig. Stalleicken: „Sie sollten sich schämen.“

Britta Stalleicken

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