Planierraupe ist nicht Maß der Dinge

„Der Sommer 2019 zeigt mit quälender Sahara-Hitze und wochenlanger Dürre eindrucksvoll, was klimatisch auf uns zukommt. Herrn Dönnebrinks Antwort darauf ist die Zerstörung weiterer Mülheimer Grünflächen.“ So empören sich die Grünen namens ihrer Umweltausschussvorsitzenden Brigitte Erd über den aktuellen Vorstoß des kommissarischen Wirtschaftsförderers.

„Bei allem Verständnis dafür, der Wirtschaft städtischerseits Gewerbeflächen anbieten zu wollen, darf die Planierraupe nicht zum Maß aller Dinge werden“, fordert Fraktionssprecher Tim Giesbert. Seine Fraktion habe sich einer maßvollen Ausweisung neuer Areale nicht verschlossen. Sie weigere sich aber, schon bevor diese auf dem Markt seien, vorauseilend weiteres klimatisch unbedingt erforderliches Grün zu opfern. „Wir wollen uns gemeinsam mit der Klima-, Natur- und Umweltschutzbewegung dem entgegenstellen. Die Allianz der Herren Weck, Dönnebrink und Windfeder lässt jedwedes ökologisches Gespür als auch konstruktive und kreative Ideen vermissen.“

Schlecht zu sprechen sind die Grünen auf die MBI. Ratsfrau Erd: „Sie hat Seite an Seite unter anderem mit der FDP dazu beigetragen, Dezernent Vermeulens maßvollen Masterplan-Entwurf scheitern zu lassen. Nun versucht sie panisch, und mit ungewissem Ausgang, dies zu heilen.“

Darüber hinaus beantragt die Fraktion im Wirtschaftsausschuss Auskunft über den aktuellen Vermarktungsstand der im Juli letzten Jahres vom Rat freigegebenen Flächen für Gewerbe und Wohnen.

Tim Giesbert / Brigitte Erd

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