Grüne Kritik an Miniatur-Bolzplatz

Die Grünen im Bezirk Linksruhr kritisieren die von der Bezirksvertretung beschlossene Verkleinerung des Bolzplatzes am Spielplatz Auf dem Hufen in Saarn. „Nun steht nur noch weniger als die Hälfte der Fläche zum Bolzen zur Verfügung“, empört sich Bezirksvertreter Carsten Voß.

In diesem dichtbesiedelten Wohngebiet mit vielen Kindern und Jugendlichen werde der Bolzplatz während der Tagesstunden nahezu durchgehend bespielt. „Sicher ist die Geräuschkulisse nicht für alle leicht zu ertragen, aber Jugendliche nutzen ihn sehr gerne. Zur Vermeidung von Konflikten und zur Akzeptanzförderung könnten Lärmschutzmaßnahmen erfolgen“, ergänzt die Fraktionsvorsitzende Heidemarie Sinn-Leyendecker.

Für Jugendliche in Saarn gebe es immer weniger Angebote, seitdem auch die Skater-Anlage an der Gesamtschule Saarn verschwunden sei, bemängeln Phillip Hoffmann, Sprecher der Grünen Jugend, und Lea Franz aus dem Jugendstadtrat. „Wann wird wo ein gleichwertiger und standortnaher Ersatz für die Skater-Anlage geschaffen?“, fragen die beiden Jungpolitiker.

„Der von alle Parteien und Gruppen gemeinsam beschlossene Masterplan Spielen und Bewegen ist darin eindeutig!“, stellt Franz klar. „Vorhandene Bolzplätze sollen gesichert und gestärkt werden. Wer solche Möglichkeiten reduziert, muss für Ersatz sorgen“. Die nur noch wenigen Angebote für Jugendliche seien wichtige Freiräume für soziales Miteinander und Begegnung, so die Jugendstadträtin. Die Bedürfnisse dieser Altersgruppe dürfe die Politik nicht ignorieren.

Carsten Voß / Heidemarie Sinn-Leyendecker

Verwandte Artikel