A disposable coffee cup

Zäher Fortschritt

Gut vier Monate nachdem die Grünen das Thema „Einweg-Getränkebecher-Flut“ in die Gremien und die Öffentlichkeit brachten, ziehen sie eine erste Bilanz.

Die ist gespalten. Der Umweltausschuss beauftragte in seiner September-Sitzung Umweltdezernent Peter Vermeulen, im Aufsichtsrat der MEG den Wunsch des Ausschusses nach einem Konzept zur Eindämmung der Becherschwemme zu übermitteln. „Bisher“, stellt Hermann Stollen, umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion, fest, „liegt nichts Schriftliches vor. Ernsthaftes Bemühen ist nicht erkennbar.“
Fortschritte stellen die Grünen nach einem City-Rundgang hingegen ausgerechnet bei jenen fest, die gemeinhin als Hauptsünder gelten. Gemeint sind Billig-Bäckereien wie Backwerk oder Mr. Baker. In den Filialen auf der Schloßstraße haben Kunden beim Getränke-Verzehr mittlerweile die Auswahl zwischen Einweg und Mehrweg. Letztere Variante nehmen manche zunehmend wahr, viele hingegen bleiben beim Einwegbecher. „Dies“, sagt Fraktionssprecher Tim Giesbert, „verwundert sehr, „weil sie in der Regel ihren Kaffee oder Tee noch nicht einmal mitnehmen, sondern vor Ort trinken.“
Traditionelle Bäckereien, Restaurants, Cafés oder Eisdielen, betonen die Grünen, setzten ohnehin, was Getränke angehe, schon immer auf Mehrweg. Nicht einheitlich sei das Bild in der Forumsgastronomie. Einweg und Mehrweg hielten sich dort die Waage. Kaum Chancen für Letzteres sei hingegen aus dem Übergang zwischen Forum und Bahnhof zu vermelden. Dort blieben, an der Spitze McDonalds, Einwegbecher alternativlos.

Hermann Stollen / Tim Giesbert

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