Theaterdonner

Auf Unmut der Grünen stößt der Ausstieg der BAMH aus den interfraktionellen Gesprächen zum Mülheimer Haushalt.

„Dass Fraktionschef Hartmann das Theater an der Ruhr zum Ausstiegsanlass missbraucht “, erklärt die kulturpolitische Sprecherin Dr. Daniela Grobe, „ist höchst populistisch. Er versucht, soziale gegen kulturelle Notwendigkeiten auszuspielen und damit Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzubringen.“
Das Theater, stellt sie fest, sei im Vergleich zu anderen Spielstätten im Revier äußerst preisgünstig. Weitere Kürzungen wären existenzbedrohend. Man könne in Mülheim stolz sein, mit dem Theater an der Ruhr, den Stücken und dem Ringlokschuppen drei sehr eigene Formate mit hoher Qualität zu haben, die regional und international Beachtung fänden. Dass ausgerechnet die BAMH sich zur Sachwalterin sozialer Interessen machen wolle, sei infam. Dr. Grobe: „Mülheim hat in sozialer Hinsicht ein hohes Renommee im Land – und das wird auch so bleiben. Unsere Stadt wird weiterhin in Sachen Bildung und Soziales vorangehen.“
Zustimmen werden die Grünen der Übertragung der Betriebsführung der Theater- und Konzertveranstaltungen von der Verwaltung zum Theater an der Ruhr. „Weil wir als Fraktion Informationsbedarf hatten“, stellt Fraktionssprecher Tim Giesbert fest, „ließen wir uns die Maßnahme in Kulturausschuss und Aufsichtsrat des Theaters ausgiebig erläutern.“ Die Verwaltung habe sich bemüht, die Hintergründe transparenter zu machen. Die Fraktion könne nun auf Empfehlung ihrer Kulturpolitikerinnen Grünes Licht erteilen.

Dr. Daniela Grobe / Tim Giesbert

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