Betoneinöde vermeiden

Gegen die Entfernung von Baumkübeln auf der Schloßstraße sprechen sich die Grünen aus. Dortige Gastronomen sollen dies fordern.

„Man kann durchaus geteilter Meinung darüber sein“, erklärt Alfred Krüger, Fraktionssprecher in der Bezirksvertretung Rechtsruhr–Süd, „ob die Kübel der Weisheit letzter Schluss sind. Unumstritten aber dürfte sein, dass der Zustand der Schloßstraße ohne die Anpflanzungen weitaus unattraktiver war, als er es jetzt ist. Die grünen Tupfer in der sonstigen Betoneinöde tun der Einkaufs– und Fußgängerzone gut.“

Sie machen, davon ist Krüger überzeugt, auch die Außengastronomie anziehender, als das vordem der Fall war. Wenn Gastronomen auf höhere Gästezahlen bei weniger Grün spekulierten, könne das für sie zum Boomerang werden.

Letztlich wäre es ein Schildbürgerstreich, erst eine halbe Million Euro in die Begrünung der Straße zu investieren, um dies nach wenigen Jahren wieder rückgängig zu machen.

Bezüglich des Baumstumpfes in einem der Gefäße fragt sich Krüger, ob die aufgerufenen ca. 4.000 Euro für einen Ersatz nicht viel zu hoch angesetzt sind. „Vielleicht“, schlägt er vor, „sollte man sich bei Gärtnereien der Umgebung umhören, ob die das Ersatzgewächs zum Selbstkostenpreis besorgen könnten. Der Dank vieler Mülheimer wäre ihnen gewiss.“

Alfred Krüger

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