Die GRÜNE Fraktion kritisiert scharf das Vorgehen der Verwaltung bezüglich des Einsetzens von Städtebaufördermitteln für den Umbau des Tersteegenhauses.
Zwischen Bescheid der Bezirksregierung vom 6. Mai und neuer Antragstellung lag ein Monat, in dem die Politik hätte informiert werden können. Dies geschah erst am 18.06. durch die Veröffentlichung der Vorlage V26/0643.
Dazu Hanna Sander: „Die Mittel im Rahmen der IGA für den 3. Bauabschnitt des Tersteegenhauses zu nutzen, ist unserer Ansicht nach unlauter. Weder gehört das Tersteegenhaus zur GRÜNEN Mitte, noch wird der Umbau bis zur IGA fertig gestellt sein. Uns vor einen fertigen Beschluss zu stellen, ohne Alternativen darzulegen, halten wir für schlechten Stil.“
Timo Spors ergänzt: „Wie sollen wir den Mülheimer Bürger*innen erklären, dass Mittel in einem Konzept für die Internationale Gartenausstellung genutzt werden, um ein Projekt ohne jeden Gartenbezug zu realisieren? Die Ertüchtigung des Bismarckturms stand zum Beispiel tatsächlich für die IGA auf der Liste, konnte aber nicht umgesetzt werden.“
Die Fraktion möchte ausdrücklich nicht einen Ort gegen den anderen ausspielen. Beide Umbau- und Ertüchtigungsvorhaben haben ihre Berechtigung. Sie hätte sich lediglich eine bessere und ergebnisoffene vorherige Kommunikation mit der Verwaltung gewünscht.