Grüne rügen „Kassenärztliche Arroganz“

Verärgert zeigen sich die Grünen über die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, den kinderärztlichen Notdienst in Mülheim abzuschaffen. Ab Juli müssen Eltern mit ihren kranken Kindern bis Oberhausen fahren.

„Die Weigerung, weiter mit den Mülheimer Kinderärzten über einen zentralen Mülheimer Notdienst am Marienhospital zu verhandeln, stößt übel auf“, empört sich Fraktionsvize Franziska Krumwiede-Steiner. Dass 4.000 Unterschriften nicht zur Kenntnis genommen würden, sei ein Affront gegen viele Mülheimer Familien. Den Entscheidern sei offensichtlich nicht bewusst, welchem Stress Kinder und Eltern nun ausgesetzt seien, wenn sie etwa aus dem Mülheimer Süden den weiten Weg bis zum evangelischen Krankenhaus in Oberhausen antreten müssten.

Die Stadtverordnete begrüßt die Entscheidung der niedergelassenen Mülheimer Kinderärzte, die Entscheidung der KV auf Angemessenheit und Rechtmäßigkeit juristisch überprüfen zu lassen. „Ich gehe davon aus, dass in hunderten wenn nicht tausenden Mülheimer Familien diesbezüglich die Daumen gedrückt werden.“

Dr. Franziska Krumwiede-Steiner

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