Stellenabbau bei Aldi DX: Verantwortung für den Standort Mülheim nicht vergessen

Die Ankündigung des geplanten Stellenabbaus bei der IT-Tochter Aldi DX mit einem erheblichen Abbau von Arbeitsplätzen am Standort Mülheim erfüllt uns mit großer Sorge. Eine solche Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen – nicht nur für die unmittelbar betroffenen Beschäftigten, sondern auch für den gesamten Wirtschaftsstandort und das soziale Gefüge unserer Stadt.

Als GRÜNE erkennen wir an, dass Unternehmen sich im Wettbewerb behaupten und ihre Strukturen anpassen müssen. Gleichwohl erwarten wir, dass wirtschaftliche Entscheidungen mit Augenmaß getroffen und die soziale Verantwortung gegenüber den Beschäftigten, sowie die Verbundenheit mit dem Standort Mülheim angemessen berücksichtigt werden.

Insbesondere die geplante Größenordnung des Stellenabbaus wirft Fragen nach dieser Verhältnismäßigkeit und nach möglichen Alternativen auf. Wir appellieren daher an die Unternehmensführung, alle Optionen auszuschöpfen, um Kündigungen zu vermeiden – etwa durch interne Versetzungen, Qualifizierungsmaßnahmen oder sozialverträgliche Lösungen.

Unsere volle Solidarität gilt den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die nun vor einer ungewissen Zukunft stehen. Sie haben mit ihrem Engagement zum Aufbau und Erfolg der digitalen Strukturen beigetragen und verdienen in dieser Situation klare Perspektiven und faire Bedingungen.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass sich der Oberbürgermeister frühzeitig eingeschaltet und Gespräche angekündigt hat. Dieses Engagement ist ein wichtiges Signal für die Bedeutung des Themas auf kommunaler Ebene.

Die Stadt Mülheim ist auf starke Arbeitgeber ebenso angewiesen wie auf sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze. Wir erwarten daher, dass Aldi seiner besonderen Verantwortung für den Standort gerecht wird und konstruktiv an Lösungen mitwirkt, die sowohl wirtschaftlichen als auch sozialen Belangen Rechnung tragen.