Rat muss auf 132er-Protest reagieren

Als „beeindruckende Willenserklärung“ bezeichnen die Grünen die über 1.000 gesammelten Unterschriften für die Rettung der Buslinie 132. Politischer Handlungsbedarf sei deshalb dringlich gegeben, intelligente Lösungen seien gefragt.

„Die Entscheidung der Ratsmehrheit, die Verbindungen zwischen Mintard und Innenstadt sowie Rumbachtal und Heißen aufzugeben“, erklärt Heidemarie Sinn-Leyendecker, Fraktionssprecherin in der Bezirksvertretung Linksruhr, „war ein schwerer Fehler. Wir Grüne warnten damals leider vergeblich.“
Dass der Beschluss den Bürgerzorn „berechtigter Weise“ anstachelt, ist für Axel Hercher, den verkehrspolitischen Sprecher seiner Fraktion, keine Überraschung. Die Isolierung Mintards als auch der Bewohner des Rumbachtals sei nicht erträglich. Für Kinder, Ältere und Behinderte habe sich das neue Umsteigesystem wie befürchtet als zu kompliziert erwiesen. Ebenso stelle der Wegfall der Verbindung nach Heißen ein Problem dar.
Noch sei es möglich, hoffen Sinn-Leyendecker und Hercher, die Dinge zum Positiven hin zu gestalten. Dazu bedürfe es des guten Willens aller Beteiligten, praktikable Alternativen zu finden und umzusetzen. Die Überarbeitung des Nahverkehrsplans für die Direktvergabe sei dafür eine gute Gelegenheit.

Heidemarie Sinn-Leyendecker / Axel Hercher

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