Holthauser Probleme

Nicht nur – wie berichtet – im Einzelhandel gärt es in Holthausen. Anlass der Unzufriedenheit vieler, berichtet Dr. Franziska Krumwiede-Steiner, Fraktionsvize der Grünen, sind schlechte Einkaufsmöglichkeiten und mangelnde Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr. Auch Letzteres sei bedingt durch die aktuelle Situation an der Baustelle Oppspring.

Der von der Ruhrbahn eingerichtete Schienenersatzverkehr für die Linie 112 funktioniere nicht. So gebe es weder mit der Linie 104 am Oppspring noch aufgrund unterschiedlicher Taktzeiten mit der 130 am Hauptfriedhof sichere Anschlüsse.
Wir brauchen“, fordert Grüne-Verkehrsexperte Axel Hercher, „eine bessere Lösung für Busse und Bahnen. Die sollte in der Verlängerung des Schienenersatzverkehrs und optimierter Vertaktung bestehen.“
Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Holthausen nur bei einer EDEKA-Filiale, einem Blumen- und einem Feinkostgeschäft. Für darüber hinausgehende Besorgungen müssen die Stadtteilbewohner in die City. Wer wie unter anderem viele ältere Mitbürger auf den Öffentlichen Verkehr angewiesen ist, hat es – siehe oben – schwer.
Weitere Verkaufsstellen wie Discounter, erklärt Britta Stalleicken, Fraktionssprecherin der Grünen im Bezirk Rechtsruhr-Süd, könne man in Holthausen nur schwerlich realisieren, weil die zur Verfügung stehenden Flächen zu eng bemessen seien. Sie regt deshalb an, auf kleinen Arealen eine Vielfalt von Alternativhandel wie Bio- oder Unverpackt-Läden als auch Geschäfte für Geschenkartikel, Kosmetik und Anderes zu entwickeln. Erst einmal aber schlägt sie in Form einer Marktanalyse die Untersuchung der Bedarfslage vor. Dies als Befragung von Händlern und Bürgern.
„Eine Situation wie in Holthausen“, so Stalleicken, „ist angesichts der demografischen Entwicklung nicht unüblich. Wir müssen ein Instrumentarium entwickeln, um dem entgegenzuwirken.“

Dr. Franziska Krumwiede-Steiner / Axel Hercher / Britta Stalleicken

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