Nach dem Wegfall der Schleuseninsel als geplanter Veranstaltungsort für ein Public Viewing zur Fußballweltmeisterschaft 2026 setzen sich Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Mülheim für eine zügige Klärung möglicher Alternativen ein. Mit einem Antrag im Sportausschuss fordern sie die Verwaltung auf, geeignete Ausweichstandorte zu prüfen und deren Genehmigungsfähigkeit darzustellen.
Im Fokus stehen dabei unter anderem das Gelände der Alten Dreherei, die Fläche vor dem Ringlokschuppen, der Parkplatz auf Baufeld 5 im Gebiet Mülheim-West und der Stadthallenparkplatz. Die Verwaltung soll bewerten, welche dieser Flächen unter Berücksichtigung von Lärmschutz, Sicherheitsanforderungen und vorhandener Infrastruktur grundsätzlich geeignet sind und welche Auflagen jeweils zu erwarten wären.
„Ein gemeinsames Public Viewing ist weit mehr als nur Fußballschauen – es schafft Begegnung, stärkt den Zusammenhalt in unserer Stadt und bietet vielen Menschen die Möglichkeit, große Sportereignisse gemeinsam zu erleben“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Timo Spors. „Gerade deshalb brauchen wir jetzt schnell Klarheit, welche Standorte realistisch und genehmigungsfähig sind.“
Ziel sei es, einen zentral gelegenen, gut erreichbaren Ort zu finden, der sowohl eine sichere Durchführung ermöglicht als auch die Interessen der Anwohnerschaft berücksichtigt.
„Natürlich müssen berechtigte Interessen des Lärmschutzes berücksichtigt werden. Aber es stellt sich schon die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Will der Oberbürgermeister als nächstes auch das Tragen der Deutschlandfahne verbieten? Oder wie laut ich auf den Videoschiri schimpfen darf? Dazu habe ich nämlich auch noch keine Erlasse gesehen“, ergänzt der Parteivorsitzende, Björn Maue.
Die Grünen betonen, dass es nun darauf ankomme, gemeinsam mit Verwaltung und Politik schnell eine tragfähige Lösung zu entwickeln, damit die Menschen in Mülheim die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auch gemeinsam in ihrer Stadt erleben können.