Die Berichterstattung der letzten Wochen zum Schwimmbad in Heißen gibt Grund zur Sorge: Wenn Mitarbeiter*innen sich wegen Vandalismus und Gewalt krankmelden müssen, läuft etwas schief.
Schwimmbäder sind seit Jahren besonders während der Sommerzeit in der Presse vertreten, Schäden durch Vandalismus, mangelndes Sicherheitsgefühl, zu wenig Personal.
Die Mülheimer GRÜNEN sagen ganz klar: Gewalt gegen Gegenstände und besonders gegen Menschen haben in unserer Stadt keinen Platz und müssen Konsequenzen nach sich ziehen. Das Hausverbot gegen die Täter*innen begrüßen wir als kurzfristige Maßnahme und hoffen, dass es konsequent umgesetzt werden kann. Die Stadt hat nur wenige Wasserflächen und Abkühlungsmöglichkeiten. Mitten im heißesten Sommer bislang das Bad zu schließen, wäre eine Entscheidung auf dem Rücken derer in Mülheim, die keinen Garten mit Pool haben. Eine Schließung des Bades kann und darf nur der allerletzte Schritt sein.
Gleichzeitig mahnen die GRÜNEN aber auch: Wir sehen in vielen Bereichen des Lebens einen mindestens subjektiven Anstieg von Gewalt und eine Ruppigkeit im menschlichen Miteinander. Gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt vor anderen Menschen und ihrem Eigentum ist für viele Menschen in Deutschland ein Fremdwort geworden. Streits um Nichtigkeiten eskalieren und die Hemmschwelle, Gewalt gegen das Gegenüber anzuwenden, sinkt. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das durch ein Hausverbot nicht zu lösen ist.
In Mülheim fehlt an vielen Stellen Geld, die Bundesregierung will bei den Ärmsten weiter sparen und fasst das Vermögen der Reichen nicht an. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist das Gift. Als Politik ist es auch unsere Aufgabe, das große Ganze zu betrachten und nicht nur die Symptome zu bekämpfen. Dazu gehört zum Beispiel eine Stärkung von ehrenamtlichen Sportvereinen, in denen Teamarbeit, das Aushalten von Konflikten und Rücksicht aufeinander gelebt werden.
Hanna Sander & Timo Spors
Fraktionsvorsitzende
Annette Lostermann-De Nil & Björn Maue
Vorsitzende des Kreisverbandes