Der Rathausmarkt – Neugestaltung des Kiosk-Bereiches anpacken!

Einmal frische Pommes, eine Currywurst oder vielleicht auch einen Veggie-Burger in der Mittagspause auf dem Rathausmarkt essen? Das muss nicht länger ein kühner Traum bleiben.

Gemeinsam mit der CDU starten wir eine Initiative zur Belebung des Rathausmarktes, bei der der Kiosk im Fokus steht. Der verödete Kiosk auf dem Rathausmarkt ist aus mehreren Gründen ein Ärgernis. Optisch macht das seit vielen Jahren leerstehende Gebäude einen schlechten Eindruck. Schlimmer noch ist aber, dass es nicht so sein müsste. Schon vor drei Jahren gab es mit der New Global Economy einen Interessenten aus Duisburg, der bereit war, den Kiosk zu mieten, dort einen Imbiss zu eröffnen und auch die Kosten der Umgestaltung zu übernehmen. Doch damals hatten CDU und wir noch keine Mehrheit im städtischen Planungsausschuss.

Schon ein halbes Jahr zuvor hatte der Planungsausschuss den Abriss des Kiosks beschlossen. Dieser Beschluss war nicht so leicht umzusetzen, denn in das Gebäude ist der Abluftschacht der Tiefgarage integriert. Sie müsste erhalten werden und sollte mit einer grünen Wand kaschiert werden. Das war zwar bekannt, eine Prüfung ergab aber, dass der Abriss schätzungsweise 50.000 Euro und die Begrünung weitere 10.000 Euro kosten würden. Hinzu kämen jährliche Pflegekosten von 5.000 Euro. Außerdem hat sich herausgestellt, dass sich in diesem Gebäude die gesamte Parktechnik der Tiefgarage befindet, die bei einem Abriss zu verlegen wäre.

Bevor wir noch über längere Zeit mit dem Kiosk leben müssen, sollte nach Meinung von CDU und uns der Weg für eine zukünftige Nutzung frei gemacht werden. Das bedeutet zunächst die Aussetzung des Abrissbeschlusses, um eine zukünftige Nutzung auszuloten.

„Dem Kiosk neues Leben einzuhauchen, ist ein wichtiger Baustein, um den Rathausmarkt zu einem wirklich attraktiven und lebendigen Platz zu machen“, stellen Björn Maue, finanzpolitischer Fraktionssprecher der Bündnisgrünen, und Bürgermeister Markus Püll (CDU) fest.

Die beiden Fraktionen sind sich einig, dass im Hinblick auf das Ziel, einen attraktiven und lebendigen Rathausmarkt zu erhalten, „noch viel Luft nach oben ist.“ Lediglich die Abfallcontainer wurden verlagert, eine grüne Einfriedung zeugt noch von der ehemaligen Funktion. Das erneuerte Pflaster ist schon wieder in einem erbärmlichen Zustand. Das Charrette-Verfahren, an dem sich unter Leitung von Professor Harald Kegler zahlreiche Bürger beteiligten und Ideen ersannen, wollte den Rathausmarkt zur Stadtbühne entwickeln und die Aufenthaltsqualität aufwerten. Auch die Bahnbögen, in denen sich noch in den 1980er Jahren Geschäfte befunden haben, sollten sich mit interessanten Nutzungen zu Magneten entwickeln. Dringendes Bedürfnis vieler damals war eine öffentliche Toilette.

All diese Punkte haben nichts an ihrer Aktualität verloren.

Zeitlich passt diese neue Initiative zur Wiederbelebung des Rathausmarktes auch ideal zur Aufbruchsstimmung am Ruhrufer im Bereich der Friedrich-Wilhelms-Hütte.