Vor der eigenen Haustür kehren

Die Grünen weisen die an den Rat gerichtete Kritik des Unternehmerverbandes in Sachen Flächenausweisungen für Gewerbeansiedlungen zurück.

Insbesondere der Vorwurf, die Stadtverordnetenversammlung habe sich zuvor nicht intensiv genug mit der Materie beschäftigt, sei, so Ratsherr Hermann Stollen, ungetrübt von der Kenntnis tatsächlicher Abläufe. So habe sich die Grüne-Fraktion über Wochen intensiv mit jeder einzelnen Fläche auseinander gesetzt. Dies gelte vielleicht nicht gleichermaßen für alle, aber doch auch für andere Fraktionen.
Von zehn seitens der Verwaltung vorgeschlagenen Grundstücken seien acht zur Bebauung für Gewerbeansiedlungen freigegeben worden. Sie umfassten eine Fläche von gut 160.000 Quadratmetern. Stollen macht keinen Hehl daraus, dass dies bei zwei Arealen, einem Grundstück im Bereich Zeppelin-, Lilienthalstraße sowie einer Teilfläche des Komplexes Erzweg-Süd, gegen den Willen ihrer Fraktion geschah. „Bei Ersterem“, sagt er, „plädierten wir angesichts der Nachfolgedebatte um den Flugplatz für Verschiebung der Entscheidung. Auf der Erzweg-Teilfläche bewerteten wir die Naturbelange höher als den Ansiedlungswunsch.“
Unternehmer-Chef Windfeder, so Stollen, rate er an, seine Kritik an die eigenen Reihen zu richten. Es sei unredlich, stets aufs Neue Gewerbeflächenausweisungen zu fordern, solange es brachliegende und ungenutzte private Gewerbeflächen gebe.

Hermann Stollen

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