Unglücklich formuliert

Unmögliches verlange die SPD von der Stadt, so die Grünen, für den Fall einer schwerwiegenden atomaren Katastrophe.

„Die Ratskollegen Bakum und Dissel“, erklärt ihr energiepolitischer Sprecher Hermann Stollen, „fordern in guter Absicht bei einem atomaren GAU vom Rathaus die Gewährleistung des Gesundheitsschutzes für die Mülheimer Bürgerschaft. Das ist leider Wunschdenken. Ich denke, das wissen sie auch. Dennoch ist die gewählte Formulierung unglücklich und schreit nach Widerspruch.“
Bei je nach Windrichtung, Höhe und Konzentration der atomaren Wolke extremer Kontamination, stellt Stollen klar, gebe es zur organisatorisch kaum handhabbaren Evakuierung der Bevölkerung keine Alternative. Alles andere sei realistisch gesehen ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Einzig zu gewährleistender Schutz vor gesundheitlichen Folgen atomaren Fallouts bleibe die Abschaltung aller Atomkraftwerke. Dies gelte insbesondere für Schrottmeiler wie in Belgien und den Niederlanden. Dafür müsse die Stadt vereint mit anderen Kommunen, Land und Bund weiter kämpfen. Die Nachfrage der SPD nach Konzepten bei Atomkatastrophen sei richtig, doch dürften die Erwartungen nicht zu hoch angesetzt sein.
„Wenn die Hiobsbotschaften erst einmal eintreffen“, so der Ratsherr, „ist ohnehin fast alles zu spät.“

Hermann Stollen

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