Studie-Wüste Mülheim?

Diskussions- und Handlungsbedarf sehen die Grünen angesichts der Nachrichten, dass studentisches Leben in Mülheim nicht recht in Gang kommen will. Deshalb befassen sie den Rat mit der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten.

„Dass Mülheim für die meisten Studierenden ein Ort für Vorlesungen, Seminare und Übungen, aber nicht für Freizeit und schon gar nicht für Wohnen ist“, erklärt Ratsfrau Franziska Krumwiede-Steiner, „kann uns nicht ruhen lassen.“ Dies, ergänzt Fraktionssprecher Tim Giesbert, habe man sich bei Gründung der Hochschule anders vorgestellt. Der Kritik an zu hohen Mieten und mangelnden Freizeitangeboten müsse sich die Stadt stellen.
Deshalb legt die Fraktion für die Ratssitzung einen Fragenkatalog vor. Da geht es zum einem um Bestandsaufnahme, zum anderen um Lösungsmöglichkeiten. So wollen die Grünen wissen, wie viele der Studies in Mülheim leben, ob spezielle Wohnangebote für sie existieren, ob es einen Austausch zwischen Hochschule und Asta einerseits, der Verwaltung andererseits gibt. Desgleichen geht es um verbesserte Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in Absprache mit Akteuren wie dem City-Management oder der Gastronomie.
Eingeladen werden zur Debatte sollen Vertreter der Hochschulleitung und des Asta. Falls dies zeitlich nicht mehr möglich ist, würde der Hauptausschuss sich im Mai erneut mit der Thematik befassen.
„Wir müssen herausfinden“, sagt die Fraktionsspitze der Grünen, „wo der Schuh drückt. Handelt es sich jeweils um ein Vermittlungs- oder ein tatsächliches Problem? Letztlich geht es darum, dass alle Akteure an einem Strang ziehen.“

Dr. Franziska Krumwiede-Steiner / Tim Giesbert

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