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Schadstoff-Erkenntnisse durch Berechnung

Nicht locker lassen die Grünen in Sachen Stickoxidmessungen an Mülheimer Straßen. Nachdem sich außer ihnen und der MBI im Umweltausschuss keine Unterstützung für weitere Messungen an Hauptverkehrsstraßen fand, gehen sie nun einen neuen Weg.

Per Antrag an den Umweltausschuss am 24.04. fordert die Fraktion erst einmal für den Dickswall die Nutzung des vom NRW-Umweltministerium ins Leben gerufenen Screening-Modells IMMISLuft. Unter einem Screening-Modell versteht man ein Computerprogramm, erklärt Bezirksfrau Britta Stalleicken, das Konzentrationen von Stickstoffdioxid und Feinstaub mit recht geringem Aufwand rechnerisch ermittelt. Die Stadt wäre so in der Lage, die Luftqualität an verkehrlichen Belastungsbrennpunkten zu beurteilen. Dies lasse wiederum Einschätzungen hinsichtlich der Auswirkungen die Luftbelastung verbessernder Baumaßnahmen zu.
„Das Land stellt IMMISLuft den Kommunen als Online-Anwendung zur Verfügung“, weiß Ratsherr Hermann Stollen. „Sie nehmen nach Eingabe von Standardwerten eigenständige Berechnungen zur lufthygienischen Situation vor. So können Vermutungen betreffs hoher Schadstoffbelastungen erhärtet, aber auch entkräftet werden.“
Die Stadt, sind sich Stollen und Stalleicken einig, dürfe angesichts der bundesweiten Diskussion um Belastung vornehmlich durch Diesel-Abgase nicht den Kopf in den Sand stecken.

Britta Stalleicken / Hermann Stollen

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