Neuer Zungenschlag

Rückenwind von den Grünen erhält Wirtschaftsförderer Jürgen Schnitzmeier in seinem Bekenntnis zum Aufpäppeln brachliegender Industrie- und Gewerbeflächen für Neuansiedlungen.

„Nachdem er in den letzten Jahren gebetsmühlenhaft die Ausweisung neuer meist im Grünen liegender Industrieflächen forderte“, erklärt Ratsfrau Brigitte Erd, „ist das ein neuer Zungenschlag.“
In der Tat lägen in Mülheim viele Areale brach, die man für Industrie und Gewerbe erneut nutzen könne. Deren Eigner seien aufgerufen, die Wirtschaftsentwicklung der Stadt nicht durch Festhalten an ungenutztem Grund und Boden zu blockieren. Schnitzmeiers Aufgabe bleibe, durch Präsentation von Fördermöglichkeiten mittels Entwicklungsprogrammen aus Land, Bund und EU Perspektiven zu eröffnen. Das gelte auch für das Flugplatzgelände. Diesbezüglich werde ihre Fraktion, so Erd, in Kürze den Sachstand der Entwicklung eines Masterplans abfragen.
Betreffs Ausweisung neuer Gewerbegebiete, betont die Planungssprecherin ihrer Fraktion, sei aber das Ende der Fahnenstange erreicht, weitere Versiegelung ökologisch nicht verantwortbar.
Einen positiven Aspekt sieht sie gleichwohl in der von Schnitzmeier aufgeführten Flut von Flächenwünschen. „Die in den letzten Jahren beschlossenen Erhöhungen der Gewerbesteuer machen Mülheim keineswegs so unattraktiv für Unternehmen, wie es uns CDU, BAMH, FDP, ALFA und manche Wirtschaftsvertreter weismachen wollen.“

Brigitte Erd

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