Immer noch Tristesse am Bahnsteig

Ein jammervolles Bild, beklagen die Grünen, bieten weiterhin der Hauptbahnhof und seine Bahnsteige. Dies zwei Jahre und zehn Monate nach Beginn der Bauarbeiten.

Zwar seien, berichtet Fraktionssprecher Tim Giesbert, die Platten auf den Bahnsteigen weitgehend verlegt, doch klafften dort immer noch von Zäunen umgebene Baustellen-Löcher. Von Neuwertigkeit der Gehwegplatten sei im Bereich der überdachten Bahnsteige kaum etwas zu erkennen. Weil die Erneuerung der Bedachung weiterhin auf sich warten lasse, ließen sich zunehmend Tauben auf den ohne Verkleidung freiliegenden Stahlstreben nieder. Deren Kot verschmutze Bahnsteige und Treppen im Übermaß. Wer nicht hineintreten wolle, müsse sich im Tänzelschritt bewegen.
Auf eine elektronische Informationstafel im überdachten Teil des Bahnsteiges 2, ergänzt Axel Hercher, verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion, müssten Reisende weiterhin verzichten. Von der Dachkonstruktion hingen lose Kabel herab, die Wartehäuschen befänden sich in einem erbarmungswürdigen Zustand. Im Durchgang unter den Gleisen sei die Decke aufgerissen und werde mittels Stützpfeilern zweigeteilt.
Abstoßender als der jetzige Zustand, betonen Giesbert und Hercher, könne man sich einen Bahnhof kaum vorstellen. Zu hoffen sei, dass die Bauarbeiten in den Sommerferien deutliche Fortschritte machten. Im April habe man noch von einer neue Bedachung zum Ende der Osterferien gesprochen (WAZ / NRZ 04.04.2018). Diese Hoffnung sei trügerisch gewesen. Giesbert und Hercher: „Die Deutsche Bahn strapaziert die Geduld der Mülheimer über alle Maßen. Wie lange soll das noch so weitergehen?“

Tim Giesbert/Axel Hercher

Verwandte Artikel