Gesamtwohl bedenken

Die Grünen weisen die Kritik des Unternehmerverbandssprechers Lison, Investitionen stünden in Mülheim einer Abschreckungskultur gegenüber, zurück.

„Die Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft, auf der Lisons Behauptung fußt“, erklärt ihr wirtschaftspolitischer Sprecher Axel Hercher, „ist purer Wirtschaftslobbyismus.“ Träger des Instituts seien die Bundesvereinigungen der Arbeitgeber und der Deutschen Industrie. Das Institut übernehme für beide PR-Tätigkeiten. Dass demgemäß in der Studie die Interessen der Wirtschaft einseitig über alles andere gestellt würden, sei legitim, gehe aber mit dem Allgemeinwohl nur bedingt einher.
Politik und Kommunalverwaltung, stellt Ratsherr Hermann Stollen fest, müssten aber genau dies im Auge halten. In Verantwortung für die Stadt, ihre Bürger und die Kommunalfinanzen könnten und dürften sie nicht allen Wünschen nach zügelloser Bodenversiegelung, beschleunigten Verfahren ohne Umweltprüfung, Steuerabsenkungen oder Investitionsabenteuern nachkommen. Stollen: „Herr Lison macht sich die Sache zu leicht.“
Zustimmung signalisieren die Grünen hingegen in punkto Zusammenarbeit zwischen mittelständischer Wirtschaft und Hochschulen. Neben unbedingt erforderlicher Grundlagenforschung sei das ein guter Ansatz.

Axel Hercher / Hermann Stollen

Verwandte Artikel