Ein Ding mit zwei Seiten

Die Pläne des Investors ten Brinke zur Revitalisierung des Speldorfer Depots stoßen bei den Grünen auf Wohlwollen.

„Es wird Zeit“, erklärt Bezirksvertreter Carsten Voß, „dass das Speldorfer Stadtteilzentrum nach langem Dornröschenschlaf wieder wachgeküsst wird. Der geplante REWE–Supermarkt kann dazu auch durch die vorgesehene Sanierung des Bauensembles beitragen.“

Weniger Beifall findet die Absicht, die historische Straßenbahn vor dem Gebäude zu entfernen. „Sie stellt den historischen Bezug zum alten Straßenbahndepot dar“, meint Voß, „und sollte nicht ersatzlos verschwinden.“ Er schlägt stattdessen einen Standort auf der anderen Seite der Straße oder im Park hinter dem Gebäude vor.

Keinen Gefallen finden die Grünen in der Bezirksvertretung Linksruhr hingegen an der Absicht ten Brinkes, an der Düsseldorfer Straße einen weiteren Supermarkt zu eröffnen. „Das“, sagt Voß, „wäre ein weiterer Markt auf der Grünen Wiese und einer wohnortnahen Grundversorgung abträglich.“

Die Planungen zu verhindern sehen die Grünen aber kaum Chancen. Mit der Ansiedlung des dortigen ALDI–Marktes habe die Verwaltung einst die Schleusen geöffnet. „Was ALDI recht war“, so Voß, „ist leider nun Rewe billig.“

Carsten Voß

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