Boden soll atmen

Dankbar sind die Grünen der Klimainitiative, dem Nabu und dem Verein Naturgarten für den aktuellen Weckruf in Sachen Verkiesung von Vorgärten.

„Diesen Vorstoß“, erklärt die Umweltausschussvorsitzende Brigitte Erd, „unterstütze ich aus ganzem Herzen. Die momentane Hitzewelle zeigt drastisch auf, wie wichtig in den Städten atmender Boden ist. Da zählt letztendlich nahezu jeder Quadratmeter. Kies- oder Steinwüsten verschärfen hingegen die Problematik.“
Bei allem Bestreben nach pflegeleichten Vorgärten, appelliert sie an Eigentümer und Mieter, sei es geboten, Platz für bestäubende Insekten und abfließende Starkniederschläge zu belassen. Die angebotene Möglichkeit, sich über pflegeleichte, natürliche Gärten zu informieren, solle tunlichst genutzt werden. Gehe der Trend weiter, seien im Hochsommer auch 38 Grad Celsius noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.
Problematisch, betont Erd, sei ebenso die Umwandlung von Vorgärten durch Rasengittersteine in private Parkplätze. Ihre Fraktion habe dies schon 2016 thematisiert. Das Umweltamt habe damals in Tropfverlusten parkender PKW wie Öl oder Benzin keine Beeinträchtigung von Boden und Grundwasser gesehen. Gleichwohl dürfte ein von Betongittern durchzogener Stoppelrasen so gut wie keinen Anreiz für Insekten bieten.
Erd: „Ich hoffe, dass der Appell bei recht vielen Mitmenschen Wirkung zeigt. Die Natur und letztendlich unser aller Gesundheit werden es danken.“

Brigitte Erd

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